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Sanierung der Kapelle St. Sebastian

 

Aufzeichnungen der St.-Sebastian-Bruderschaft Niedersorpe e. V.

zu den Sanierungsarbeiten im Sommer/Herbst 2005

Kapelle St. Sebastian

In diesen Tagen kommt die Sanierung der Kapelle St. Sebastian bald zum Abschluss. Nach einer langen Vorbereitungszeit konnte im Juli dieses Jahres mit den Sanierungsarbeiten endlich begonnen werden. Deren Vorbereitung und Verlauf wird nachfolgend näher beschrieben.

 

Die letzte Renovierung der Kapelle liegt viele Jahre zurück. Der Zahn der Zeit hat auch das Gotteshaus in Niedersorpe nicht verschont und im Laufe der Jahre seine Spuren an ihm hinterlassen. Außen verwittert, innen verrußt – so lässt sich kurz und knapp der Zustand der Kapelle vor der Sanierung beschreiben; einige der beiliegenden Fotos zeigen dies eindrucksvoll.

 

Einen Anstoß zur Sanierung gab u. a. Anstaltspfarrer a. D. Werner Tröster, der im August 1998 als Ruheständler nach Niedersorpe gekommen war und das Pastorat bezogen hatte. Nachdem er einige Messen in der Kapelle gefeiert hatte, richtete er an die Verantwortlichen der St.-Sebastian-Bruderschaft die Frage, „ob den jemand von ihnen in einem so verwohnten Wohnzimmer leben möchte“. Der Vorstand der Bruderschaft – damals Manfred Hermes, Manfred Becker, Josef Simon, Hubert Wegener und Hubertus Simon – nahm sich diesen Hinweis zu Herzen und begann schon kurze Zeit später mit den notwendigen Kontaktaufnahmen und Planungen zur Kapellensanierung.

Da Niedersorpe zur Katholischen Kirchengemeinde St. Gertrudis in Oberkirchen gehört und diese bauverpflichtet ist, wurden Anfang 1999 die ersten Gespräche mit Pfarrer Heinrich Schwenke und dem Kirchenvorstand von Oberkirchen geführt. Die Entscheidungsträger in Oberkirchen unterstützten das Vorhaben und nahmen bald darauf Kontakt mit dem Gemeindeverband der Katholischen Kirchengemeinden in Meschede sowie mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat in Paderborn auf.

 

Dort hielt man es für notwendig, zunächst einmal eine Übersicht der notwendigen Sanierungsmaßnahmen einschließlich einer Kostenschätzung erarbeiten zu lassen, womit schließlich Architekt Franz-Josef Happe aus Meschede beauftragt wurde. In Kirchensanierungen sehr erfahren, wurden von Herrn Happe die notwendigen Arbeiten mit den voraussichtlichen Kosten erfasst. Damit war eine Arbeits- und Planungsgrundlage für die weiteren Abstimmungen und Entscheidungen geschaffen.

 

In der Bruderschaft war man doch sehr überrascht über das Kostenvolumen, was von Herrn Happe berechnet wurde. Die Sanierungskosten sollten sich danach auf über 400.000,00 € belaufen; ein Betrag, dessen Finanzierung nahezu unmöglich erschien. Niedersorpe allein wäre keinesfalls in der Lage gewesen, die notwendigen Mittel dafür aufzubringen. Es konnte daher nur mit Unterstützung der Kirchengemeinde Oberkirchen gelingen, die sich wiederum in Paderborn für eine Mitfinanzierung einsetzte.

 

Nach einer Vertiefung der Gespräche wurde vom Erzbischöflichen Generalvikariat tatsächlich eine Finanzierungsbeteiligung in Aussicht gestellt. Dies war zwar mit der Aufforderung an Architekt Happe verbunden, den Sanierungsplan noch einmal zu überarbeiten und den Kostenrahmen zu senken, stellte aber doch ein positives Signal der „Kirchenoberen“ aus Paderborn dar. Sie stimmten dem Bauvorhaben schließlich zu und genehmigten die Vorplanungen des Architekten, der daraufhin mit den weiteren Planungen fortführen konnte.

 

Für die St.-Sebastian-Bruderschaft galt es nun, sich um genügend Finanzierungsmittel zu bemühen, die als Eigenanteil zu leisten waren. Trotz solider Finanzen war die Bruderschaft auf vielfältige Unterstützung angewiesen, um ausreichend Mittel aufzubringen. In Abstimmung mit dem Kirchenvorstand von Oberkirchen waren von der Bruderschaft Geldmittel in Höhe von 20.000,00 € bereitzustellen und Eigenleistungen im Umfang von 40.000,00 € zu erbringen. Spenden und Kollekten schienen allein nicht ausreichend zu sein, es bedurfte schon noch weiterer Mittel zur Erhöhung des Kassenbestandes.

 

Bei den Bemühungen darum, wurde schließlich die Idee eines Benefizkonzerts geboren. Über den Kontakt von Ferdi Pape gelang es, das Musikkorps der Bundeswehr dafür zu gewinnen. Unter der Leitung von Oberstleutnant Walter Ratzek spielte das Orchester am 05. Juni 2003 in der Schmallenberger Stadthalle auf, die Bürgermeister Bernhard Halbe als Schirmherr der Benefiz-Veranstaltung freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Der Bürgermeister schrieb in seinem Grußwort: „Als Schirmherr wünsche ich der St.-Sebastianus-Bruderschaft Niedersorpe, dass sie für ihr Renovierungsvorhaben auf vielfältige Unterstützung zurückgreifen kann. Das Musikkorps der Bundeswehr leistet dazu einen hervorragenden Beitrag.“

 

Die Verantwortlichen der Bruderschaft hatten zwar in ihren Bemühungen mit etwas mehr Konzertbesuchern gerechnet, konnten dann aber mit einem Reinerlös von etwa 4.000,00 € doch noch zufrieden sein. Ergänzend dazu trugen wesentlich die Erlöse von zwei Adventsmärkten dazu bei, dass schon bald die erforderlichen Eigenmittel verfügbar waren. Alle veranstaltenden Vereine, die den Adventsmarkt jedes zweite Jahr um die Kapelle herum durchführen, stellten die Erlöse uneigennützig für die Sanierung zur Verfügung. In Niedersorpe war man damit für die große Aufgabe gerüstet – es konnte nun eigentlich losgehen mit den Sanierungsarbeiten.

 

Doch der Baubeginn ließ noch lange auf sich warten. Da die kirchlichen Genehmigungsverfahren zahlreiche Beteiligungen und Verfahrensschritte vorsahen, war leider nicht mit einem schnellen Beginn zu rechnen. Je länger es dauerte, desto mehr Unmut kam in Niedersorpe auf. Dies blieb auch der Kirchengemeinde Oberkirchen nicht verborgen, wo Pfarrer Ulrich Stipp zwischenzeitlich seinen Dienst in der Nachfolge von Pfarrer Schwenke angetreten hatte. Er sah sich wegen des zunehmenden Unmuts im Mai 2005 veranlasst, in einem an die „Niedersorper“ gerichteten Brief Stellung zu nehmen und manches aufzuklären.

 

Wenige Wochen später – Mitte Juli – war es dann aber endlich soweit! Über den Gemeindeverband der Katholischen Kirchengemeinden in Meschede kam die endgültige Genehmigung des Generalvikariats. Mit den Sanierungsarbeiten konnte nun „Gott sei Dank“ begonnen werden. Der inzwischen durch turnusmäßige Wahlen geringfügig veränderte Vorstand mit Manfred Becker, Josef Simon, Hubertus Simon, Christian Lingemann und Holger Entian traf bald darauf die ersten vorbereitenden Arbeiten.

 

Zunächst war es notwendig, den Dachboden und Abstellraum über der Sakristei auszuräumen, weil hier schon bald eine Schädlingsbekämpfung im Warmluftverfahren durchgeführt werden sollte. Danach folgte das Ausräumen der Sakristei. Viele Dinge konnten im Pfarrhaus abgestellt und aufbewahrt werden. Daneben war es möglich, größere Ausstattungs- und Einrichtungsgegenstände auf dem Dachboden des Bürgerhauses vorübergehend unterzubringen.

 

In den darauf folgenden Wochen zeigte sich, dass der Zeitpunkt der Genehmigungserteilung für die Eigenleistung der Niedersorper gar nicht besser hätte sein können. Viele Männer im Dorf hatten gerade ihren Jahresurlaub begonnen. Im wahrsten Sinne des Wortes stellten sie sich in dieser Zeit ganz in den Dienst der Kirche, weil sie nahezu sämtliche Urlaubstage mit der Sanierung der Kapelle zubrachten. Die Sanierungsarbeiten nahmen so schnell ihren Lauf; innen und außen glich die Kapelle schnell einer Baustelle. Es herrschte täglich eine rege Bautätigkeit.

 

In kürzester Zeit war die Baustelle mit einem Toilettenhäuschen neben der Kapelle und einem Kühlschrank in der Garage des Pastorats so gut eingerichtet, dass für die Helfer aus dem Ort sowie für die Handwerker der beauftragten Firmen gute Arbeitsbedingungen geschaffen waren. Angesichts der großen Hilfsbereitschaft ließ es sich die Bruderschaft auch nicht nehmen, die Helfer mit ausreichend Getränken (Getränkehandlung Schulte, Schmallenberg) und bei ganztägigen Arbeitseinsätzen sogar mit warmem Essen (Metzgerei Kietsch, Bad Fredeburg) zu versorgen. Zudem waren etliche Frauen aus dem Ort bereit, immer mal wieder Kaffee und Kuchen für das leibliche Wohl zur Verfügung zu stellen. Damit gab es neben der oft anstrengenden und schweißtreibenden Arbeit auch viel Spaß und Freude; es kam zu manch einer geselligen Runde nach getaner Arbeit, bei der gelacht und gescherzt wurde. Pfarrer Tröster tat es sichtlich gut, so viele Helfer zur Ehre Gottes arbeiten zu sehen.

 

Besondere Erwähnung sollen an dieser Stelle die Eigenleistungen finden, die im Verlauf der Sanierung für die Helfer aus dem Ort am umfangreichsten und arbeitsintensivsten gewesen sind.

 

Dazu gehörte vor allem auch der Unterbau für den neuen Fußboden, der Anfang August viele Hand- und Spanndienste erforderte. Ursprünglich war vorgesehen, neben den notwendigen Abbruch- und Stemmarbeiten im Chorraum lediglich die Fliesen im Mittelgang abzubrechen; die Dielenbretter unter den Bänken sollten nur aufgenommen und hinterher wieder verlegt werden. Es zeigte sich jedoch nach deren Aufnahme, dass der vorhandene Unterbau nicht so war, wie man zunächst angenommen hatte. Daher bestand die Notwendigkeit, den Bodenaufbau grundlegend zu erneuern. Kurzum wurde mit dem Architekten abgestimmt, in der gesamten Kapelle auszuschachten und eine Bodenplatte zu betonieren. Unzählig viele Schubkarren mit Erdaushub waren zunächst auszufahren und später mit Schotter wieder einzufahren, bevor die Betonarbeiten von der Fa. Heimes ausgeführt werden konnten.

 

Mitte August wurde dann der Dachdeckerbetrieb Schütte tatkräftig bei den vorbereitenden Arbeiten zur Neueindeckung der Kapelle unterstützt. Allein am Samstag, den 13.08.05, gelang es mit vielen Helfern, die alte Dacheindeckung komplett abzureißen und eine neue Schalungsbahn aufzuziehen. Ferner wurde an dem gleichen Samstag bereits damit begonnen, in Teilbereichen eine neue Lattung aufzubringen, die für eine doppelte bzw. neue Schalung benötigt wurde. Tägliche Arbeitseinsätze in der darauf folgenden Woche machten es dann möglich, dass bis zum nächsten Wochenende das gesamte Kapellendach neu eingeschalt war.

 

Die Fa. Schütte konnte nun mit der Neueindeckung beginnen. Verwendet wurde Sauerländer Naturschiefer der Schiefergruben MAGOG aus Bad Fredeburg. Zur Ausführung kam eine altdeutsche Doppeldeckung, die viele verschiedene Schiefersortierungen erforderte. Viele Holzboxen mit unterschiedlichen Decksteinen wurden angeliefert und neben der Kapelle gelagert. Teilweise mussten die Schiefersteine noch vor Ort in Form und Größe behauen werden.

 

Daneben wurden von den örtlichen Helfern noch viele andere Arbeiten in und an der Kapelle ausgeführt. So sind bis zum heutigen Tag etwa 1.900 Stunden an Eigenleistungen erbracht worden; bis zum Abschluss der Sanierung werden es schätzungsweise an die 2.500 Stunden sein. Überaus erfreulich war die große Zahl der Helfer, die ihre Arbeitskraft und/oder Maschinen und Geräte zur Verfügung gestellt haben. An dieser Stelle sei noch mal ein herzliches Dankeschön und an jene gerichtet, die die Bruderschaft während der gesamten Bautätigkeit in vielfältiger Weise unterstützt und so zum guten Gelingen der Aufgabe beigetragen haben. Danke sei auch allen Spendern und Gönnern gesagt, die bei der Finanzierung geholfen haben; ebenso der Fa. Klute, die die Vergoldung des Turmschmucks (Wetterhahn und Kreuzkugel) gestiftet und ausgeführt hat.

 

Natürlich sind auch viele Handwerker und Firmen an den Sanierungsarbeiten beteiligt gewesen. Die zu vergebenden Gewerke waren von Architekt Happe zunächst ausgeschrieben und später dann in Auftrag gegeben worden. Entgegen der ursprünglichen Kostenschätzung beliefen sich die Auftragssummen auf insgesamt etwa 365.000,00 €. Dieser Betrag macht deutlich, dass eine grundlegende Sanierung mit allen erforderlichen Maßnahmen erfolgte. Entsprechend dem Wunsch der Bruderschaft war es möglich, überwiegend örtliche Firmen zu berücksichtigen. Lediglich ein Teil der Heizungsinstallation, die Kirchenausmalung sowie die Restaurierung der Ausstattung wurden von Fachfirmen außerhalb des Stadtgebiets durchgeführt.

Aus der Ausschreibungsübersicht des Architekten sind nachstehend die einzelnen Maßnahmen und ausführenden Firmen dargestellt.

Innenrenovierung

·       Gerüstbauarbeiten – Fa. Mette, Holthausen

·       Maurerarbeiten – Fa. Heimes, Schmallenberg

·       Schädlingsbekämpfung – Fa. IRT Diers, Lippstadt

·       Heizungsinstallation – Fa. Mahr, Aachen (in Zusammenarbeit mit Fa. Störmann, Bad Fredeburg)

·       Kaminsanierung – Fa. Busse, Meschede-Visbeck

·       Kunstschmiedearbeiten/Schmiedegitter – Fa. Klute, Niedersorpe-Waldemei

·       Schreinerarbeiten – Fa. Didam, Oberkirchen

·       Glaserarbeiten – Fa. Vollmert, Schmallenberg

·       Natursteinarbeiten – Fa. Köster, Schmallenberg

·       Elektroinstallation – Fa. Hallmann, Westfeld

·       Beleuchtungsinstallation – Fa. Hallmann, Westfeld

·       Kirchenausmalung – Fa. Berchem, Essen-Borbeck

·       Aufarbeitung Kirchenausstattung – Fa. Rademacher, Olpe

·       Restaurierungsarbeiten – Fa. Röbbecke, Rüthen-Oestereiden

·       Lieferung Tresor Sakristei – Fa. Langenberg

Außenrenovierung

·       Gerüstbauarbeiten – Fa. Schütte, Westfeld

·       Dachdecker-/Klempnerarbeiten – Fa. Schütte, Westfeld

·       Blitzschutzarbeiten – Fa. Schütte, Westfeld

·       Maurerarbeiten – Fa. Heimes, Schmallenberg

·       Aufarbeitung Turmschmuck (Kreuz/Wetterhahn) – Fa. Klute, Niedersorpe-Waldemei

·       Erneuerung Schalluken – Fa. Didam, Oberkirchen

·       Außenanstrich – Fa. Mette, Holthausen

·       Lieferung Schautafel – Fa. Trautmann

In den nächsten Wochen sind nun vor allem noch die Bodenbelagsarbeiten im Kirchenschiff und Chorraum sowie einige Schreinerarbeiten auszuführen. Wenn das fertig gestellt ist, kann mit dem Einräumen der Bänke und der sonstigen Kirchenausstattung begonnen werden. Hoffentlich gelingt es, das Weihnachtsfest wieder in der Kapelle feiern zu können. Die Bruderschaft möchte sie gerne am 4. Adventssonntag feierlich mit der Dorfgemeinschaft einweihen. Dazu sollen u. a. auch die Verantwortlichen der Kirchengemeinde, die bauausführenden Firmen und Schmallenbergs Bürgermeister eingeladen werden. Doch zunächst sind noch weitere Arbeiten zu erledigen, um die Einweihung im Advent durchführen zu können. Die Kapelle wird dann in neuem Glanz festlich zur Weihnachtszeit erstrahlen.

 

Ein wenig Sorge bereitet im Moment allerdings noch die Verlegung der Bodenplatten. Die Arbeiten sind ins stocken geraten, weil die Natursteine in ihrer Stärke bis zu 6 mm Unterschied aufweisen und damit nicht wie geplant verlegt werden können. Noch ist unklar, wie und wann die Arbeiten nun fortgeführt werden können. Sollte es zu einer langen Verzögerung kommen, wird es kaum möglich sein, den geplanten Einweihungstermin einzuhalten.

 

Die Bruderschaft ist aber dennoch guten Mutes und legt nun Mitte November diese Aufzeichnungen im Altar nieder. Beigefügt sind wieder die Schriftstücke, die die Erweiterung der Kapelle im Jahre 1930 beschreiben und welche wir während der Bauarbeiten in einer versiegelten Flasche finden durften. Als die alten Aufzeichnungen von Pfarrer Tröster in einer Pausenrunde in der Garage des Pastorats vorgelesen wurden, herrschte große Aufmerksamkeit. Alle lauschten seinen Worten – insbesondere die Kinder, die sich um den Pfarrer versammelt hatten.

 

Mögen sie denen, die sie finden werden, nicht nur Aufschluss über die Anstrengungen der letzten Monate geben, sondern auch Kraft und Mut spenden, weitere Arbeiten zum Erhalt der Kapelle  ebenso engagiert durchzuführen. Verbunden hiermit ist die Erwartung, dass sich auch künftig die Bruderschaft um den Erhalt der Kapelle und das Wohl ihrer Mitglieder bemüht.

 

Hoffentlich reicht die Zahl der Gläubigen in den nächsten Jahren noch aus, damit auch weiterhin regelmäßig Gottesdienste in der Kapelle St. Sebastian stattfinden können. Die schnelllebige Zeit wird gegenwärtig bestimmt von einem fortwährenden technischen Fortschritt, der immer mehr Rast- und Ruhelosigkeit mit sich bringt. Den Weg in die Kirche finden leider immer weniger. Vor allem Kinder und Jugendliche sind nur noch selten zu sehen und lassen uns befürchten, dass die Zahl der Kirchgänger weiter abnimmt.

 

Dennoch haben wir die Hoffnung, dass die christlichen Werte wieder an Bedeutung gewinnen, wenn das „Rad überdreht“ ist und sich mehr und mehr die Erkenntnis durchsetzt, dass materielle Errungenschaften nicht der Ursprung für Glück und Zufriedenheit sind.

 

Niedersorpe, im November 2005

Vorstand der St.-Sebastian-Bruderschaft